Verkehrs- und Verschönerungsverein Eschau Gewerbeabteilung

aktiv in Eschau

Bäschtl - das Original


Oamtliche Bekoanntmachung:


Mai 2017 - Heft 113

Do wätts´ oahm Angst un Boang:

Midde im Ort sell die olde, gruselische Hofferd stäi bleiwe unn jetzt woar

im Oamtsblatt ah noch geschtanne, dass glei danäwe ah noch e 

Erschießungsschtroße gebaut wärn sell.

Noja, des mit dere Stroße lesst sich mit em "l" recht schnell behäiwe,

dess mit dem Haus wätt schon länger dauern.

Äwwer die Gemoinde dut woas se konn.


Wer war der "Bäschtl"?

In den dreißiger und vierziger Jahren gab es in Eschau den Polizeidiener Georg Martin. Jeder nannte in nur "Pechtl", kaum jemand konnte die Herkunft dieses Namens erklären. Er hatte eine recht große Knollennase, aus der er Kapital schlug:
Er ließ 1000 Bild-Postkarten mit seinem Konterfei drucken, die er mit Gewinn verkaufte, welcher der Befriedigung seines nicht geringen Durstes diente. Außerdem war er so beliebt, dass er in den Eschauer Gaststätten von den Zechern gerne zu einem Trunk eingeladen wurde.
Wenn er um Mitternacht seinen Rundgang mache, dann geschah das nach der Überlieferung oft mit folgenden Worten:
"Meine Herren, es ist Polizeistunde, aber erst trinken wir noch einen!"